DSGVO gilt seit 2018 auch für Camping-Plätze. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis 4 % vom Jahresumsatz. Wer das ernst nimmt, hat keine Probleme – wer es ignoriert, wird teuer überrascht.
Datenarten am Plätze
- Buchungsdaten: Name, Adresse, Geburtsdatum
- Personalausweis-Daten: bei Check-in
- Zahlungs-Daten: Bank- und Kreditkarten-Daten
- Fahrzeug-Daten: Kennzeichen, Modell
- Kommunikations-Daten: E-Mails, Telefonate
- WLAN-Nutzungsdaten: MAC-Adressen, Logfiles
- Bewertungs-Daten
- Newsletter-Daten
Pflichten
- Datenschutz-Erklärung auf Webseite
- Verarbeitungsverzeichnis
- Datenschutz-Beauftragte:r (intern oder extern)
- Auftrags-Verarbeitungs-Verträge mit Software-Anbietern
- Einwilligungs-Management
- Recht auf Auskunft und Löschung
- Daten-Pannen-Meldung
- Personal-Schulung
Datenschutz-Beauftragte:r
Pflicht ab 20 Personen, die regelmäßig personenbezogene Daten verarbeiten. Bei meisten Camping-Plätzen erreicht. Externe Lösung 2.000-10.000 €/Jahr je nach Größe.
Speicher-Fristen
- Buchungs-Daten: 10 Jahre (Steuerrecht)
- Newsletter-Daten: bis zur Abmeldung
- WLAN-Logfiles: 7-14 Tage
- Personalausweis-Kopien: nicht erlaubt
- Bewerbungs-Unterlagen: 6 Monate
Webseite-Pflichten
- Cookie-Banner mit Opt-In
- SSL-Zertifikat (Pflicht)
- Datenschutz-Erklärung verlinkt
- Impressum vollständig
- Tracking nur mit Einwilligung
- Sichere Formulare
Bei Daten-Pannen
Innerhalb 72h bei der Datenschutzbehörde melden. Betroffene informieren bei hohem Risiko. Daten-Panne dokumentieren. Vorbeugende Maßnahmen einleiten.
IT-Sicherheit
- Regelmäßige Software-Updates
- Starke Passwörter und 2FA
- Backup-System
- Antiviren-Software
- Cyber-Versicherung
- Personal-Schulung gegen Phishing
Strafen
Bei Verstößen: bis 20 Mio. € oder 4 % vom Jahresumsatz, je nachdem was höher ist. Bei Camping-Plätzen meist 5.000-50.000 € Bußgelder.
Mehr unter WLAN und Versicherungen.