Glamping – die Kombination aus „glamour" und „camping" – ist die wachstumsstärkste Camping-Sparte in Deutschland. Statt Zelt aufbauen oder Wohnwagen anhängen mietest du eine fertig eingerichtete Unterkunft direkt auf dem Platz: Lodge, Safarizelt, Tipi, Bubble-Hotel oder Schäferwagen. Naturerlebnis ohne eigene Ausrüstung – genau das macht Glamping erfolgreich.
Glamping-Formen im Überblick
- Safarizelt – großes Stoffzelt mit Holzboden, oft mit Holzofen, Doppelbett und Mini-Küche. Klassiker.
- Lodge oder Holzhütte – feste Unterkunft mit Bad und Küche. Premium-Variante des Glampings.
- Tipi und Jurte – runde Zelte mit Lagerfeuer-Charakter. Atmosphärisch stark.
- Bubble-Hotel – durchsichtige Plastikkugeln mit Doppelbett. Sterne beobachten von innen.
- Schäferwagen oder Tiny House – romantische, kleine, oft thematisch eingerichtete Unterkünfte.
- Baumhaus – kindheitstraumtauglich, oft mit besonderem Aussichts-Charakter.
Wer Glamping bucht
Drei klassische Zielgruppen:
- Camping-Einsteiger:innen, die Naturerlebnis ohne eigene Ausrüstung wollen.
- Paare ohne Wohnwagen, die ein „Wochenende mit Lagerfeuer" buchen wollen.
- Familien, die das Camping-Gefühl ohne Auf- und Abbau-Logistik möchten.
Eine Glamping-Lodge für eine Familie kostet 2026 zwischen 120 und 280 € pro Nacht. Damit liegt Glamping preislich auf Hotel-Niveau – manchmal teurer. Wer sparen will, ist mit einem klassischen Wohnwagen-Camping besser dran. Wer das Hotel-Erlebnis mit Camping-Atmosphäre kombinieren will, zahlt eben dafür.
Glamping-Reviere in Deutschland
Glamping ist in fast allen Camping-Regionen verfügbar, aber besonders stark in:
- Bodensee – einige Premium-Lodges direkt am Wasser.
- Allgäu – wachsendes Lodge-Angebot mit Bergblick.
- Mecklenburgische Seenplatte – Hausboot-Glamping als Spezialität.
- Lüneburger Heide – Tipi-Plätze und Safarizelt-Lager.
- Schwarzwald – Baumhaus- und Bubble-Konzepte.
Was bei Glamping inklusive ist
Ein Glamping-Aufenthalt umfasst typischerweise:
- Komplett eingerichtete Unterkunft mit Bett, Bettwäsche, Geschirr, Möbeln.
- Bad – meist eigenes, manchmal Sanitärgebäude.
- Küche – mindestens Mini-Küchenzeile, oft komplette Kitchenette mit Backofen.
- Strom ist immer dabei, WLAN meist auch.
Was du noch brauchst: Lebensmittel, persönliche Sachen, eventuell Handtücher (manchmal extra). Auf- und Abbau entfällt komplett.
Camping-Arten im Vergleich
Glamping liegt auf der Skala zwischen Hotel und klassischem Camping:
- Familiencamping – mit eigenem Wohnwagen oder Zelt, eigene Logistik.
- Glamping – fertige Unterkunft, Camping-Atmosphäre, Hotel-Komfort.
- Klassisches Hotel – fest gebauter Raum, ohne Outdoor-Komponente.
Praxis-Hinweise
Reservierung ist fast immer Pflicht – Glamping-Plätze haben oft nur eine Handvoll Lodges, in der Hauptsaison mit Vorlauf von vier bis zwölf Monaten ausgebucht.
Mindestaufenthalt: viele Plätze verlangen 2 oder 3 Nächte minimum. Reine Wochenend-Touren funktionieren nicht überall.
Stornierung: Glamping-Stornoregeln sind oft strenger als bei klassischen Camping-Plätzen. AGB vor Buchung prüfen.