Bauernhof-Camping ist eine sehr deutsche Form des Stellplatzes. Auf einem aktiven landwirtschaftlichen Hof oder neben einem Hof übernachten Camper:innen und nehmen am Hofalltag teil – vom Frühstück mit eigener Marmelade bis zum Mithelfen bei der Tierversorgung. Die Bewegung ist seit den 1980ern stetig gewachsen, getragen von der Idee, ländliches Leben für Stadtfamilien erlebbar zu machen.

Was Bauernhof-Camping ausmacht

  • Direkter Zugang zu Tieren – Kühe, Schafe, Ziegen, Hühner, oft auch Pferde.
  • Hofladen mit Eigenproduktion – Käse, Milch, Eier, Fleisch, Marmelade aus dem Hof.
  • Klein und persönlich – meist 5 bis 30 Stellflächen pro Hof.
  • Familienkontakt – die Hoffamilie ist meist auch Plätzebetreiber.
  • Möglichkeit des Mitarbeitens – Heuernte, Stallarbeit, oft als freiwillige Aktivität.

Wer Bauernhof-Camping bucht

Drei klassische Zielgruppen:

  1. Familien mit Kindern, die Tier- und Naturkontakt suchen.
  2. Stadtmenschen mit Land-Sehnsucht – die das Hof-Leben einmal erfahren wollen.
  3. Camper:innen, die kleine, persönliche Plätze bevorzugen.
Bauernhof ist Arbeit

Auf einem aktiven Bauernhof beginnen die Aktivitäten oft früh am Morgen – Kühe-melken um 5 Uhr, Trecker um 6. Wer absolute Ruhe sucht und ausschlafen will, ist auf einem klassischen Naturplatz besser aufgehoben. Wer Hoftag und -alltag schätzt, bekommt hier ein Erlebnis, das anderswo nicht zu haben ist.

Beste Reviere für Bauernhof-Camping

Wein-Stellplätze als Sonderform

Eine Spezialform des Bauernhof-Campings ist der Wein-Stellplatz, vor allem an Mosel und Rhein. Winzer bieten ein bis zwei Wohnmobile am Hof Platz, oft kostenlos oder symbolisch (5 bis 15 €/Nacht), gerne mit Verkostung verbunden. Mehr im Mosel-Rhein-Revier.

Was Bauernhof-Camping kostet

Bauernhof-Camping ist meist günstiger als klassisches Familiencamping:

  • Klassischer Bauernhof-Platz: 18 bis 30 €/Nacht für eine Familie
  • Premium-Bauernhof mit Wellness: 35 bis 50 €/Nacht
  • Wein-Stellplatz: 0 bis 15 €/Nacht (oft mit Weinkauf-Erwartung)

Camping-Arten im Vergleich

  • Bauernhof-Camping – persönlicher Stil mit Hof-Erlebnis.
  • Naturcamping – ähnlich ruhig, aber ohne Hof-Aktivitäten.
  • Familiencamping – mehr Animation, weniger Tier-Kontakt.

Praxis-Hinweise

Reservierung: Bauernhof-Plätze haben oft nur eine Handvoll Stellflächen. In der Hauptsaison sechs bis zwölf Monate vorher anfragen.

Hofalltag und Camping-Logik: bei einer Reservierung im voraus klären, ob:

  • Strom- und Wasser-Anschluss zur Verfügung stehen
  • Sanitärgebäude oder Plumpsklo vorhanden ist
  • Nachtruhe-Regeln existieren
  • Hund erlaubt ist

Mehr im Grundlagen-Bereich.