Der Harz ist das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands – und einer der wenigen Punkte, an denen sich auf engem Raum drei Bundesländer treffen: Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Harz hat Bergbau-Geschichte, eine eigene Walpurgisnacht-Tradition und mit dem Brocken (1.142 m) einen Berg, der durch Heinrich Heine literarisch verewigt wurde.
Wichtige Camping-Standorte
- Oberharz (ND, SH-A) – um den Brocken, Schierke, Torfhaus, Braunlage. Wandern, Brockenbahn, Wintercamping.
- Goslar und Umland – UNESCO-Weltkulturerbe, mittelalterliche Altstadt, Rammelsberg-Bergwerk.
- Bad Harzburg, Wernigerode, Quedlinburg – die touristischen Hauptorte, alle mit eigener Camping-Infrastruktur.
- Südharz und Kyffhäuser – im Süden, deutlich ruhiger und günstiger.
Beste Reisezeit
Sommer: Mai bis Oktober, mit Walpurgisnacht zum 1. Mai als touristischem Auftakt. Im Hochsommer kann es im Tal heiß werden, oben bleibt es meist angenehm.
Winter: Dezember bis März, allerdings schneeunsicherer als die Alpen. Braunlage und Schierke sind die wichtigsten Wintersportorte. In den letzten Jahren hat der Harz Schneemangel-Probleme, daher ist die Winter-Saison zunehmend unverlässlich.
Die Hexenfeier zum 1. Mai ist im Harz ein touristisches Großevent. Plätze rund um Schierke, Thale und Hexentanzplatz sind in dieser Woche oft seit Monaten ausgebucht. Wer ohne Vorbuchung anreist, sollte in den ruhigeren Südharz ausweichen.
Was den Harz als Revier besonders macht
- Die Brockenbahn – schmalspurige Dampflok-Bahn, die seit 1899 fährt. Touristische Ikone des Reviers.
- Der Brocken selbst – mit eigener Mythologie (Goethe, Heine), Wetterwarte und exponierter Lage.
- Eine tausendjährige Bergbau-Tradition, dokumentiert in mehreren Schaubergwerken (Rammelsberg, Wieda, Sankt Andreasberg).
- Eine besondere Kombination aus Stadt-Camping und Natur – mit Goslar und Quedlinburg in unmittelbarer Reichweite vom Wald.
Camping-Arten
- Familiencamping: rund um Bad Harzburg und am Okerstausee dominant.
- Naturcamping: im Hochharz und Südharz.
- Wintercamping: in Schierke und Braunlage.
- Bauernhof-Camping: vereinzelt im Vorland.
Anreise
Hauptachsen: A7 mit Abfahrten Seesen, Northeim und Göttingen, A38 über den Südharz Richtung Eisleben. Die meisten Camping-Standorte liegen 15 bis 40 Minuten von der nächsten Autobahnabfahrt entfernt.
Bahnanbindung: ICE-Halt in Wernigerode und Goslar, vor Ort mit Bahnen wie der Brockenbahn weiter. Wer ohne Auto reist, kommt an die Hauptorte gut hin.
Praxis-Hinweise
Der Brocken liegt im Nationalpark Harz – Camping ist im Park selbst nicht erlaubt, die Plätze liegen alle am Rand. Ranger-geführte Touren werden regelmäßig angeboten.
Im Winter ist der Brocken oft nebelverhangen oder gesperrt. Wer aufs Gipfelplateau will, sollte das Wetter vorab checken – aufwendige Anreise mit der Dampfbahn lohnt sich nur bei klarer Sicht.