Die Sommerferien sind die intensivste Camping-Zeit des Jahres. Sechs bis sieben Wochen, in denen jeder zweite deutsche Camping-Platz unter Volldruck steht. Die Hauptsaison ist auf den meisten Plätzen ausgebucht, die Anreisestraßen verstopft, die Preise auf dem Höhepunkt. Wer Sommerferien campen will, muss mit dieser Realität rechnen – und dabei trotzdem gute Erlebnisse haben kann, wenn er strategisch plant.

Warum Sommerferien-Camping anstrengender ist

  • Höchste Plätze-Auslastung – beliebte Plätze sind oft seit 12 Monaten ausgebucht.
  • Höchste Preise – meist 25 bis 40 % über Saison-Schnitt.
  • Höchste Stau-Wahrscheinlichkeit – Reise-Tage Freitag und Samstag besonders kritisch.
  • Höchste Hitze-Wahrscheinlichkeit – Hochsommer, Klima-Schock für nördliche Camper:innen.

Wann genau die Sommerferien sind

Die Schulferien sind in Deutschland gestaffelt – das ist gut, weil die Reise-Massen nicht alle gleichzeitig losziehen. Verteilung 2026 (vereinfacht):

Wer flexibel ist, kann antizyklisch reisen: Bayern-Eltern fahren Ende Juni nach Schleswig-Holstein, wenn dortige Familien gerade zurück sind. Der Effekt ist spürbar – günstiger und entspannter.

Hitze-Strategie

Hochsommer kann auf vielen Plätzen 30 bis 35 °C erreichen. Im Wohnwagen ohne Klimaanlage wird das schnell unerträglich. Strategien: Schatten-Stellplatz reservieren, Markise und Vorzelt als Sonnenschutz, früh morgens und abends aktiv sein, Mittagspause mit Siesta. Wer Hitze schlecht verträgt, sollte Gebirge (Allgäu, Bayerischer Wald) oder Küste (Ostsee, Nordsee) statt Tieflandzonen wählen.

Beste Reviere für Sommerferien

Das hängt davon ab, was du willst:

Antizyklische Strategien

Wer in Sommerferien-Reviere will, aber nicht im Hauptpeak:

  1. In ein anderes Bundesland reisen – wenn deine Schulferien laufen, in Reviere fahren, wo gerade keine Ferien sind.
  2. Hinterland statt Wasser-Direktlage – Plätze 5 bis 15 km vom Strand sind oft günstiger und freier.
  3. Erste oder letzte Ferienwoche – die zweite und dritte Ferienwoche ist meist am vollsten.
  4. Östliche ReviereBrandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburgische Seenplatte sind oft entspannter als Süddeutschland.

Was Sommerferien-Camping kostet

Bereite dich auf höhere Preise vor:

  • Stellplatz-Aufschläge: 25 bis 40 % über Saison-Schnitt
  • Mindestaufenthalt: oft 5, 7 oder 14 Nächte
  • Strom-Zähler statt Pauschale: je nach Platz, kann teuer werden bei Klimaanlage-Nutzung

Praxis-Hinweise

Reservierung: 8 bis 14 Monate vorher für beliebte Reviere. Wer im Oktober für den nächsten Sommer bucht, hat die größte Auswahl.

Anreise: nicht Freitag oder Samstag, sondern Montag oder Dienstag. Die Reise-Tage Sa und So sind die schlimmsten Stau-Tage des Jahres. Wer eine ganze Woche bucht, kann den Anreise-Tag oft frei wählen.

Mehr im Hauptsaison-Guide.