Buchhaltung am Camping-Platz hat spezielle Anforderungen: Kurtaxe, Saison-Geschäft, Kasse mit GoBD-Konformität. Wer das nicht im Griff hat, hat Stress mit Finanzamt.
GoBD-Pflicht
Seit 2020: Kassen müssen TSE-zertifiziert sein (Technische Sicherheits-Einrichtung). Pflicht für alle elektronischen Kassen mit Bargeld-Annahme. Bei Verstößen Bußgelder bis 25.000 €.
Kassen-System
- POS-System mit TSE-Zertifizierung
- Integration in Buchungssoftware
- Tageskasse-Erfassung
- Kassenbuch-Pflicht
- Belegausgabe-Pflicht (auch bei Bargeld)
- Z-Bon (Tagesabschluss) Pflicht
Steuern
- Umsatzsteuer: 7 % auf Übernachtung, 19 % auf Restaurant
- Gewerbesteuer: kommunal unterschiedlich
- Einkommensteuer oder Körperschaftssteuer
- Kurtaxe: Durchlaufender Posten, an Gemeinde abführen
- Bettensteuer: in einigen Großstädten
Steuerberater
Bei Camping-Plätzen unbedingt empfohlen. Spezialisierung auf Tourismus/Hotellerie sucht. Kosten 5.000-15.000 €/Jahr je nach Größe. Spart oft mehr durch Steuer-Optimierung.
DATEV-Anbindung
Standard für Steuerberater-Zusammenarbeit. Buchungssoftware sollte DATEV-Export bieten. Spart manuelle Übertragung und Fehler.
Liquiditäts-Plan
Kritisch im Saison-Geschäft. Im Winter gehen 100 % der Fix-Kosten weiter, ohne Erlöse. Liquiditäts-Reserve für 3-4 Monate Fix-Kosten ist Standard.
Lohnabrechnung
- Mindestlohn beachten (12,82 €/h ab 2025)
- Saison-Verträge richtig abrechnen
- Mini-Jobs bis 538 €/Monat
- Sozialversicherungs-Pflicht prüfen
- Lohnsteuer-Anmeldung monatlich
GoBD-Aufbewahrung
10 Jahre Aufbewahrungspflicht für:
- Kassenbücher und Z-Bons
- Rechnungen (Eingang und Ausgang)
- Bankauszüge
- Lohnunterlagen
- Verträge
Mehr unter Buchungssoftware und Kurtaxe.